10 Jahre Brexbachtalbahn e. V.

Der  Brexbachtalbahn e. V. feiert Geburtstag!

Am 26. März 2007, also vor genau 10 Jahren, wurde der Verein im Bendorfer Hotel Bellevue gegründet. 17 Eisenbahnfreunde nahmen damals an der Gründungsversammlung teil.

Letztendlich hatte der am 31.12.2006 ausgelaufene Trassensicherungsvertrag für die Brexbachtal-Bahnstrecke zwischen der Deutschen Bahn AG und dem Land Rheinland-Pfalz den Ausschlag gegeben, den Verein zu gründen. Es bestand damals die akute Gefahr des Streckenabbaus. Diesen galt es unbedingt zu verhindern!

Nachdem im Vorfeld der Gründungsversammlung mit der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) aus Linz am Rhein ein Partner gefunden worden war, der als konzessionierter Eisenbahninfrastrukturbetreiber zusammen mit dem zu gründenden Verein das Reaktivierungsprojekt zu stemmen bereit war, wurde zur Gründungsversammlung für den 26.03.2007 eingeladen. Aufgrund des schon damals sehr erfolgreichen touristischen Bahnbetriebs auf der Kasbachtalbahn (von Linz nach Kalenborn) und auf der Brohltalbahn (von Brohl nach Engeln) waren alle anwesenden Gründungsmitglieder von Anfang an davon überzeugt, einen ähnlich erfolgreichen Touristik-Bahnbetrieb auch im Brexbachtal aufbauen zu können. Übrigens wurde schon in der Gründungsversammlung betont, dass man auf keinen Fall Güterverkehr auf der Strecke wolle.

Schon wenige Wochen nach der Gründungsversammlung wurden öffentliche Informationsveranstaltungen zur geplanten Reaktivierung in Bendorf, Grenzau und Ransbach-Baumbach durchgeführt, zeitgleich begannen die hoch motivierten Mitglieder des Vereins mit dem Freischneiden der völlig zugewachsenen Eisenbahntrasse.

Bereits an Pfingsten 2009 – übrigens auf den Tag genau  125 Jahre nach der ursprünglichen Eröffnung der Brexbachtal-Bahnstrecke – konnte im Rahmen eines großen Eisenbahnfestes und mit Dampf-Sonderzügen der obere Streckenabschnitt Grenzau – Siershahn  feierlich wiedereröffnet werden.

Aufgrund des drohenden Ausbaues der Anschlussweiche von der rechten Rheinstrecke auf die Brex (in Engers) vollzog der Verein im Frühjahr 2016 einen Strategiewechsel und entschied im Einvernehmen mit der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft, nur noch vorrangig den unteren Streckenteil von Engers nach Grenzau zu reaktivieren. Durch die Anbindung an die Rheinstrecke und damit an die nächstgelegenen Städte Neuwied und Koblenz verspricht sich der Verein ein noch höheres Fahrgast- und Touristenaufkommen als über die Anbindung in Siershahn. Denn gerade im unteren Streckenteil befinden sich viele reizvolle touristische Anlaufpunkte. Vordringlichstes Ziel wurde daher der Erhalt der Weiche in Engers.

Leider können wir zu unserem 10. Geburtstag die Inbetriebnahme des unteren Streckenteils noch nicht vermelden. Dies liegt in erster Linie an der Blockadehaltung von Teilen des Bendorfer Stadtrats, insbesondere aber des Bendorfer Bürgermeisters. So steht die Reaktivierung der Strecke nach Auffassung unserer Gegner der Innenstadtentwicklung Bendorfs entgegen. Die Reaktivierung der Strecke innerhalb des Stadtgebiets soll daher mit allen Mitteln verhindert werden. So wird sich die Inbetriebnahme der Strecke noch etwas verzögern. Dies trübt jedoch unsere Geburtstagslaune nicht all so sehr, denn verhindern wird man die Reaktivierung nicht können!

Wiedereröffnung der Strecke an Pfingsten 2009, hier: Abfahrt des Sonderzugs aus Oberhausen im Bahnhof Grenzau