Daten und Fakten zur Brexbachtalbahn

  • 1872: konkrete Überlegungen zum Bau einer Bahnverbindung vom Rhein in den Westerwald, drei Streckenführungen werden diskutiert
  • 09.06.1873: Baukonzession wird der RhE=Rheinischen Eisenbahngesellschaft erteilt
  • bis 1879: Planung, Finanzierung, Prüfung
  • 1880: Anordnung des ein- statt zweigleisigen Ausbaus, Beginn der Erdarbeiten
  • bis 1884: Bauphase, bis zu 900 Arbeiter allein im Bezirk Bendorf
  • Freitag, 30.05.1884: Eröffnung der Brexbachtalbahn
  • bis 1915: Güter- und Personenverkehr entwickeln sich sehr günstig und weit besser als gedacht
  • 1923: die Region wird von Franzosen besetzt, die auch den Bahnbetrieb übernehmen
  • 1924: die Unterwesterwaldbahn geht zurück an die Deutsche Reichsbahn
  • 1945: Ebernhahn und Siershahn werden von Bomben getroffen; die Deutschen sprengen beim Rückzug mehrere Brücken
  • 1946: schon im Juni sind alle Brücken repariert, der Zugbetrieb wird wieder aufgenommen
  • bis 1960: hohe Transportleistungen im Güter- und Personenverkehr
  • ab 1960: zunehmender Individualverkehr sorgt für einen Verkehrsrückgang bei der Bahn
  • 1972: der Personen- und Güterverkehr auf der Stichbahn nach Hillscheid wird eingestellt
  • 1979/80: die Bundesbahn saniert die Brexbachtalbahn für mehrere hunderttausend Mark
  • 31.05.1984: das 100 jährige Jubiläum wird groß gefeiert, 36.000 Besucher
  • 28.05.1989: der Personenverkehr zwischen Engers und Siershahn wird eingestellt
  • bis 2001: der Güterverkehr wird abschnittsweise stillgelegt
  • 2001: der letzte Abschnitt vor Siershahn wird beim Bau der ICE-Strecke genutzt
  • ab 2007: der Verein Brexbachtalbahn e.V. bemüht sich um die Reaktivierung der Strecke.
  • Pfingsten 2009 Großes Bahnfest mit ersten Sonderfahrten zum 125 jährigen Jubiläum
  • Februar 2010 Offizielle Betriebsgenehmigung für den Abschnitt Grenzau-Siershahn, Sonderfahrtprogramm

Länge: 21,6 km (Engers – Siershahn) bzw. 6,6 km (Grenzau – Hillscheid, teilweise zurückgebaut)
Bauwerke: 36 Brücken und Viadukte, 7 Tunnel mit einer Gesamtlänge von über 830 Metern
höchste Streckenklasse D4 für maximale Achslasten (22,5 to) zurückgestuft 1996 auf 16 to
Ca. 15.000 eherenamtliche Arbeitsstunden durch den Verein
Ca. 20.000 Besucher an Pfingsten 2009 zur Eröffnung
Ca. 5000 Fahrgäste 2010 bei öffentlichen und privaten Fahrten

Streckenbeschreibung nach Thome 1926
Engers-Siershahn:

Eingleisige Nebenbahn, gebaut 1882 von der K. E. D. Köln (rechtsrh.), eröffnet 30.05.1884, wendet sich, von der Nordseite des Bfs. Engers (Rbd. Köln) ausgehend, nach Norden und tritt bald in das zwischen Waldhängen ein- gebettete enge Tal des Brexbaches, wo sie sich mit 36 Brücken und 7 Tunnels den Weg bahnt. Hinter Bahnhof Grenzau geht sie ins Tal des Masselbaches über; dem sie bis Ransbach folgt; hier überschreitet sie eine Ebene mit mächtigen Tonlagern, und läuft von Süden in den Bahnhof. Siershahn mit besonderem Bahnsteig an dessen Westende ein. Sie steigt von Engers, 70,85 m, auf 299,85 m bei Siershahn. Größte Neigung 1 :58. km 0,00 Engers, km 2,79 Sayn, km 11,92 Grenzau, km 17,36 Ransbach (Westerwald), km 21,64 Siershahn