Denkmalschutz für Bahnhof Ransbach?

Von außen bietet der Bahnhof Ransbach-Baumbach ein eher trauriges Bild: die Fenster und Türen sind mit Stahlplatten verriegelt, das Gelände um das Gebäude von Vandalismus gezeichnet. Doch im Inneren verbergen sich wahre Schätze, die es so in Deutschland nicht ein zweites Mal gibt: ein historisches mechanisches und voll funktionsfähiges Stellwerk, ein Spannwerk, eine Halle mit Original Westerwälder Fliesen und einmalige Holz-Vitrinen samt Kiosk mit gebogenen Glasscheiben. Zusammen mit den Gleisanlagen stellt der Bahnhof das einmalige Ensemble eines „Kleinstadtbahnhof als Zeitdokument eines früheren Lebensstils mit seinem kleinteiligen Wirtschaftsleben dar“, so Dieter Krienke von der Generaldirektion Kulturelles Erbe – Direktion Landesdenkmalpflege aus Mainz. Er war auf Initiative des Vereins angereist, um die Denkmalwürdigkeit des Bahnhofs zu prüfen.

Hintergrund ist der Kauf des Bahnhofs durch eine Privatperson, der jedoch von der Stadt Ransbach-Baumbach durch die Wahrnehmung ihres Vorkaufsrechts verhindert wurde. Zukünftig wird der Bahnhof also der Stadt gehören. Was sie dann damit vor hat und wie sich die weitere Zusammenarbeit mit dem Verein gestaltet, ist noch völlig offen. Wir möchten jedoch sicher gehen, dass das einmalige bahnhistorische Ensemble erhalten bleibt. Davon haben alle einen Nutzen, vor allem wenn die „Brex“ wieder fährt und das Gebäude als Bahnhof und Entré zur Stadt genutzt und präsentiert werden kann.

Wer sich für das Gebäude interessiert, dem sei ein Besuch beim Töpfermarkt am 6. und 7. Oktober 2018 in Ransbach empfohlen. Der Verein organisiert dann ein PopUp-Café im Bahnhof mit Kunst-und Oldtimerausstellung.